Kotfressen bei Hunden – schlechte Angewohnheit?

Die Besitzer von „Kotfressern“ können ein Lied davon singen:  es gibt Hunde , denen Kot anderer Tiere , hier werden Pferdekot oder Schafsköttel besonders bevorzugt, oder auch der eigene Kot richtig gut zu schmecken scheint. Ist das einfach nur eine schlechte Angewohnheit, hat der Hund einen Ernährungs- oder Mineralienmangel oder steckt mehr dahinter?

Der Fachbegriff  für Kotfressen heisst “ Koprophagie“.

Auf jeden Fall sollte man das Thema ernst nehmen und  das Gespräch mit dem Tierarzt suchen.

Es gibt natürlich das Kotfressen , besonders junge Hunde und Welpen sind betroffen, aus Beschäftigungsmangel. Junghunden und Welpen sollten in ihrem Auslauf vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten, wie alte Pappkartons, Tunnel und Kauspielzeug angeboten werden.

Bei einer ausreichenden Ernährung mit einem dem Alter angepassten Alleinfutter sollte heute Mangelernährung eigentlich keine Rolle mehr spielen.

Aber es gibt auch gesundheitliche Gründe für das vermehrte Aufnehmen von Kot:

es könnte ein Hinweis auf einen vorliegenden Befall mit Darmparasiten sein. Lassen sie eine Kotuntersuchung bei Ihrem Tierarzt durchführen!

manchmal kann Kotfressen ein Hinweis auf eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse sein.  der betroffene Hund sollte beim Tierarzt durchgecheckt werden, es sollte eine Kot- und Urinuntersuchung , sowie eine unfassende Blutuntersuchung vorgenommen werden.

Sollte eine Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse vorliegen, kann man mit entsprechenden Präparaten hier schnell Abhilfe schaffen.

Übrigens gibt es Tierarten, bei denen “ Koprophagie“ zum natürlichen Verhalten gehört, z.B. Kaninchen. Sie nehmen dadurch wichtige Vitamine auf, die zuvor von Bakterien im Blinddarm gebildet wurden.

Allerdings gehört der Hund nicht zu diesen Spezies und es ist beim Hund keinesfalls normal den eigenen oder den Kot anderer Tiere zu fressen!

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