Das Juli Thema: Schutz vor Reisekrankheiten

10_19_5Wer mit seinem Hund ins Ausland reisen möchte, sollte zum Schutz des Vierbeiners vor Leishmaniose ( eine von Stechmücken übertragene Parasiteninfektion) , Herzwürmern ( ebenfalls von Stechmücken übertragen) und anderen von Zecken übertragbaren Infektionen grundsätzlich vor jeder Reise in riskante Gebiete überlegen, ob der Hund überhaupt mitgenommen  und damit einem Infektionsrisiko ausgesetzt werden soll.

Will man im Urlaub keinesfalls auf seinen Vierbeiner verzichten, sollte man Folgendes beachten:

Überträger der Leishmaniose sind Sandmücken der Gattung Phlebotomus. Diese sind vor allem im Mittelmeerraum, in Afrika und dem Mittleren Osten weit verbreitet. Dort sind sie mindestens von Mitte April bis Noveherzwurm2mber aktiv.

Der Herzwurm ( Dirofilaria immitis) kommt ebenfalls in zahlreichen Ländern Süd – und Osteuropas vor und wird von Stechmücken von mindestens April bis Oktober übertragen.

Zum Schutz vor Mückenstichen sollten Hunde am Urlaubsort nach Einbruch der Dämmerung , wenn die Mücken am aktivsten sind, möglichst im Haus gehalten werden. Optimal ist es, Fenster und Türen mit möglichst engmaschigen Mückennetzen ( die Mücken sind sehr klein und mit blossem Auge kaum zu erkennen) zu sichern (Wohnmobile, Campingplätze!)

Zusätzlich ist zu empfehlen, Hunde über die gesamte Reisezeit mit speziellen Antiparasitika zu behandeln, die Sand – und Stechmücken nachweislich ! abwehren.

Als Immunprophylaxe gegen die Leishmaniose ist ein spezieller Impfstoff für Hunde auf dem Markt, der aber wiederholte Impfungen zur Immunisierung benötigt. Man muss rechtzeitig mit den Impfungen beginnen, damit der Hund in der Reisezeit geschützt ist.

Wichtig: Sprechen Sie uns rechtzeitig an, denn die Behandlung muss vor der Ankunft am Reiseziel begonnen werden, bei Halsbändern mindestens  eine Woche , bei Spot- On- Präparaten mindestens 24 Stunden zuvor.

In Regionen , in denen zusätzlich Herzwürmer übertragen werden können, sollte ergänzend eine Wurmbehandlung angewendet werden, durch die die übertragenen Herzwurmlarven abgetötet werden, bevor diese das Herz des Hundes erreichen. Diese Behandlung muss spätestens 30 Tage nach der ersten Infektionsmöglichkeit einsetzen und bei längeren Aufenthalten bis 30 Tage danach in monatlichen Abständen wiederholt werden.

 

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