Das August Thema : Katzenschnupfen

Gibt es eigentlich noch Katzenschnupfen?

Eigentlich sind doch alle Katzen geimpft,oder?

Oh ja, es gibt ihn noch, den infektiösen Katzenschnupfen, besonders bei Jungkatzen und besonders hier bei uns im ländlichen Bereich.

Es ist nämlich leider so, dass nur ein Bruchteil der freilaufenden Katzen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft sind.

Impfungen sind aus der „Mode “ gekommen und kosten Geld.

Geld was häufig in andere „wichtige“ Dinge investiert wird.

Aber zu den Fakten:

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Das ist unser „Blacky“! Er wird von uns gerade hochgepäppelt und leidet unter einer sehr heftigen Katzenschnupfeninfektion! Er wurde auf der Strasse gefunden!

 

Beim Katzenschnupfen sind verschiedene virale und bakterielle Errger beteiligt,  das Feline Calicivirus (FCV) und das Feline Herpesvirus (FHV) , sowie Chlamydophila felis und verschiedene Mykoplasma-Spezies.

Während alle Erreger alleine nur selten klinische Symptome hervorrufen, gehen Mischinfektionen recht häufig mit einer Erkrankung der oberen Luftwege einher. In jedem Fall spielen stets bakterielle Sekundärinfektionen eine Rolle bei der Entstehung der klinischen Symptome.

Insbesondere bei ungeimpften Jungkatzen kommt es dann zur Ausprägung der Symptome wie Niesen, Atemnot, Husten,Entzündung der oberen Luftwege und Bindehautentzündung. Bei älteren oder geimpften Katzen entstehen normalerweise keine Symptome. Doch Vorsicht! es kann trotzdem zu einer symptomlosen Infektion mit Dauerausscheidung der Erreger kommen. Dadurch wird dann die Umwelt kontaminiert und das Virus innerhalb der Katzenpopulation weiter verbreitet.

Kommt es im weiteren Verlauf der Erkrankung dann zu einer bakteriellen Sekundärinfektion, kann es zu Bronchitits, Lungenentzündung, Fieber und sogar zu Todesfällen kommen.

Besonders gefährdet sind Jungkatzen und Katzen die mit dem Felinen Leukosevirus (FeLV) oder Felinen Immunschwächevirus(FIV) infiziert sind.

Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt von Tier zu Tier oder über eine Tröpfcheninfektion. Es ist jedoch auch eine Übertragung durch kontaminierte Futter und Wasserschüsseln oder Personen möglich.

Der wirkamste Schutz ist die Impfung , die schon im Welpenalter begonnen werden sollte. Dies ist gerade im Hinblick auf die schlechte Therpierbarkeit von Viruserkrankungen von grosser Bedeutung.

Meist wird die Impfung gegen Katzenschnupfen mit einer solchen gegen Katzenseuche kombiniert und sollte im Alter von 8 , 12 und 16 Wochen erfolgen. Nach der Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr werden jährliche bis zweijährliche Auffrischungsimpfungen empfohlen. Das hängt vom individuellen Risiko und dem Alter der Katze ab.

Tun Sie etwas für die Katzenpopulation und lassen Sie Ihre Katze impfen!

Weitere Informationen:

http://www.tieraerzteverband.de/bpt/berufspolitik/leitlinien/impfleitlinien.php

http://www.msd-tiergesundheit.de/News/Fokusthemen/Impfempfehlungen_Hund_Katze/Katzenschnupfen.aspx

 http://www.abcd-vets.org/Pages/Home.aspx

.http://de.merial.com/Katze/Impfung/Pages/default.aspx


 

 

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